Samstag, 28. März 2015

Ei fein ein Ei.


Selbst die begriffsstutzige Veronika hat es längst bemerkt, dass der Lenz da ist, weil die Mädchen unüberhörbar "Tralala" singen.

Nachdem des Frühlings holder belebender Duft Strom und Bäche vom ohnehin spärlichen Eise befreit hat, ist es nun definitiv an der Zeit, das Ende des Winters auszurufen: 

EEEEEndeeeeee! 

Reicht. Schluss. Aus. Finito. Tschüssi.
 
Alle Vögel sind noch nicht da. Sollte aus diesem Ei auch so ein feiner Piepmatz schlüpfen?

Manch einer denkt vielleicht bei Frühjahr an Frühjahrsputz, Frühjahrsmüdigkeit, Frühjahrsgutachten und die ebenso lästige wie überflüssige Zeitumstellung. Doch nicht so negativ!


Zugegeben, er ist ein eigenartiger Zustand. Während die Skiläufer und -springer sich im TV dieser Tage durch die letzten Wettbewerbe der Saison quälen, und das doch so recht eigentlich kaum einer noch sehen will, dominieren sie unverbindlichen Verkaufsempfehlungen der Discounter und Kataloganbieter bereits seit Anfang Januar die Primeln und Narzissen, die Garten- und Trimmdichgeräte, die Terrassenloungesitzgruppen und Grillutensilien, die leichte Ober- und Unterbekleidung sowie sämtliches Fahrad- und Diätzubehör. Die Osterhasen stehen sich schon ebenso lange die Füße in den Auslagen der Geschäfte platt. Man trinkt den ersten Kaffee auf Balkonien und schmatzt die erste Grillwurst auf Terrassien obwohl man früh noch die Frontscheiben freikratzen musste. Das Cabriodach wird das erste Mal geöffnet, obwohl der Wagen noch untenrum auf den Winterrädern rollt. Doch die hiesige Sommerzeit ist kurz und deren wettermäßige Qualität ungewiss, so muss man jeden Tag nutzen.
 
Die Tage sind länger. Das Herz lechzt nach frischen Farben, nach Licht und Luft und nach Bewegung. Alles könnte so wunderbar sein - doch Achtung !!!!
 
Ostern naht und damit der nächste Stress, denn Ostern ist der kleine Bruder von Weihnachten.


 
Was könnte man da nicht alles vorbereiten und planen: Verwandtenbesuche, lustige Möhrenkuchen backen, Ostergeschenke basteln oder wenigstens besorgen, Ostergeschenke verpacken, Ostergeschenke verteilen, Ostergeschenke verstecken, Ostergras aussähen, Ostergras gießen, Bude dekorieren, Eier ausblasen, Eier färben, Eier bemalen, Eier aufhängen, Eier verstecken, Eier suchen, Eier finden, Eier essen, Eierlaufen, Bude umdekorieren, Ausflüge organisieren, Ostergras mähen, Osterlieder singen (Hä?), Osterhasenservietten falten, Bude noch mal umdekorieren. (Also das war einmal Bude dekorieren zu viel. Das müssen wir leider abziehen, würde die Dalli-Dalli-Jury sagen.)

Wer ABC sagt ...

Dienstag, 23. Dezember 2014

Hans Christian, der Baum nadelt nicht!

Die Kunstmärchen von Hans Chistian Andersen sind wunderschön und zauberhaft. Einige davon, wie z.B. "Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen" und "Die kleine Meerjungfrau" enden jedoch dehr traurig. Wenn das Leben schon so oft kein glückliches Ende bereit hält, so möchte doch so ein kleines Kinderherz vor dem Schlafengehen lieber Geschichten hören, die gut ausgehen, bei denen man nicht weinen muss und etwas Schönes träumen kann. Das Märchen "Der Tannenbaum", das von einem kleinen Bäumchen handelt, dass so gern einmal Weihnachtsbaum sein möchte, dabei aber nicht bedenkt, was danach aus ihm wird, ist auch so ein trauriges Märchen des Dänen.



Eigentlich mag ich ja Nadelbäume nicht so besonders, also im Wald schon, obwohl mir ein Misch- oder gar Buchenwald da auch besser gefällt, aber in meinem Garten möchte ich keine haben und schon gar keine Koniferen. Da gefallen sie mir gefällt besser :). Leider sehen das meine Nachbarn anders und haben auch noch ein paar besonders große Exemplare von Fichten, die mir in der Abendsonne stehen. Wie schön ist doch so ein Obstbaum, der sich mit den Jahreszeiten verändert und im Winter das wenige Licht zu mir durchlässt. Bei einem Tannenbaum mit Lichterkette zur Weihnachtszeit lass ich aber mit mir reden, und dieser kleine Nadelbaum, der vom Hans Christian, der tat mir immer schon leid.


Ich will ein Happy End! Zu Weihnachten passen keine traurigen Geschichten. Muss denn so ein Baum anschließend immer verbrannt, zu Rindenmulch verarbeitet oder von der Müllabfuhr abgeholt werden? Ist doch schade drum. Was also tun? Die erste Alternative wäre ein künstlicher Baum. Wenn man aber unbedingt einen echten haben will, kann man nur den vom Vorjahr vor der Vernichtung retten. So habe ich das Märchen sozusagen umgeschrieben, denn:

"Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst." (Hans Christian Andersen, 1805-1875)
 
Nun steht der ursprünglich ausgediente Baum schon das dritte Weihnachtsfest da in seiner minimalistischen Art. Er ist jetzt ohne Nadeln (und glaubt nicht, dass die von alleine abfallen - das tun die nämlich nur, wenn sie es nicht sollen), und er ist weiß, auch ganz ohne Schee und passt gut zum Leuchter "dieLichterfichte" von CULTFORM. Am liebsten würde ich ihn noch an die Decke hängen, aber es fehlt der Haken. An dem hängt ja schon das coole DIY-Weihnachtsbaummobile aus Aluminium.
 
Lametta war also gestern, heute ist Weihnachtsbaumrecycling. Nein danke, lieber KNUT*, ich behalte den Baum. Brauch ihn nächstes Jahr noch und das übernächste ...

Die  Traditionalisten werden mich lynchen, den meisten gefällt es aber ausgezeichnet.

Wenn ihr also den nächsten Weihnachtsbaum aussucht, schaut ihn genau an. Wie würde er ohne Nadeln aussehen? Denn der entscheidende Vorteil neben den Fakten, dass er preisgünstiger ist als jedes Jahr eine neue Nordmanntanne, dass der Weihnachtsschnuck besonders gut daran zur Geltung kommt und dass er einfach toll aussieht in einer modern eingerichteten Wohnung ist:

D E R N A D E L T G A R A N T I E R T N I C H T.


... und so wurde das kleine Bäumchen nach seinem ersten Weihnachten getrocknet, entnadelt, lackiert und jedes Jahr um die gleiche Zeit wieder hervorgeholt und geschmückt. Dann erstrahlte es wieder und wieder im Glanz der (LED-)Kerzen und wenn es nicht gestorben ist, dann freut es sich noch heute.
Nicht dass jemand sagt, an meinem Baum sind keine Nadeln. In den Kugeln sind welche.
und die Beleuchtung ist auch in den Kugeln
Weihnachtsbaummobile
dieLichterfichte
dieLichterfichte
 

*KNUT: Der St.-Knut-Tag, ist der letzte Tag der Weihnachtszeit in Skandinavien und wird am 13. Januar gefeiert. Traditionell werden dann die Bäume abgeschmückt und feierlich zum Fenster raus geworfen oder auf anderem Wege aus dem Haus verfrachtet.

Weihnachtliche Grüße

Kathleen

Sonntag, 14. Dezember 2014

This is the season to be YELLOW

Deck the hall with boughs of holly,
Fa la la la la la la la la.
This is the season to be jolly,
Fa la la la la la la la la.
Don we now our gay apparel
Troll the ancient Christmas carol,
Fa la la la la la la la la.

Was sind die typischen Weihnachtsfarben?

Das klassische Rot. kombiniert mit dem winterlichen Weiß und einem dunklen Grün? Damit liegt man sicher nie daneben.

Was aber, wenn es im Dezember nicht nur meistens dunkel sondern auch noch trüb ist, wenn sich tagelang die Sonne nicht blicken läßt? Wenn man Sehnsucht hat nach dem Frühling, man aber weiß, dass der größte Teil des Winters leider noch vor einem liegt. Wie wäre es dann mal mit einem fröhlichen GELB?

dasPyramidenhaus M in gelb und dasKerzen-/Gewächshaus L in schwarz.
Denn GELB ist eine warme Farbe. Man verbindet damit Begriffe wie Sonne und Licht, Erleuchtung, Helligkeit, Optimismus, Freundlichkeit. Es wirkt stimmungsaufhellend.

Es ist einfach des GELBE vom Ei.
"So ist es der Erfahrung gemäß, daß das Gelbe einen durchaus warmen und behaglichen Eindruck mache. Das Auge wird erfreut, das Herz ausgedehnt, das Gemüt erheitert, eine unmittelbare Wärme scheint uns anzuwehen." (Johann Wolfgang v. Goethe)
In Asien ist GELB die Farbe der Könige und Kaiser, in Deutschland die Farbe der Post, der GELBEN Tonne, der GELBEN Seiten. Auf das GELBE Trikot ist jeder scharf, weniger aber auf die GELBE Karte. Nicht nur im Tierreich ist es eine Warnfarbe. Politisch ist GELB aktuell wohl ein wenig aus der Mode gekommen.

Übrigens, das Gute ist, dass GELB eben keine typische Weihnachtsfarbe ist. So kann die Deko auch  dass ganze Jahr über funktionieren.


Mit einer GELBEN Dekoration werden die anderen GELB vor Neid. ;-).
dasGewächshaus S in gelb      
 

GELB wird auch mit Gold assoziiert und das ist doch wohl auch eine klassische Weihnachtsfarbe!

dasPyramidenhaus M, dasRäucherhaus MS, dasGewächshaus S (alles gelb) und dasKerzenhaus MS in weiß
Zitrone und Kugel
 
dasRäucherhaus MS in gelb, dasGewächshaus S in weiß
http://www.cultform-shop.de/shop/article_NIPHM-011/dasPyramidenhaus-Gr%C3%B6%C3%9Fe-M-Gelb.html?sessid=kI18CJoY2wHcXVjYVqQ6Rwk3sQrIKrUIYWqXuxscjPH2M2vafazbF4MmpgexfbRt&shop_param=cid%3D15%26aid%3DNIPHM-011%26
Weihnachtsstern als "Fröbelkomet"
derHaushalter S, dasGewächshaus S in weiß
http://www.cultform-shop.de/shop/article_NIPHM-011/dasPyramidenhaus-Gr%C3%B6%C3%9Fe-M-Gelb.html?sessid=kI18CJoY2wHcXVjYVqQ6Rwk3sQrIKrUIYWqXuxscjPH2M2vafazbF4MmpgexfbRt&shop_param=cid%3D15%26aid%3DNIPHM-011%26
yellow submarine, gelbes Unterseeboot

Liebe Grüße

Kathleen

Freitag, 5. Dezember 2014

Das ist das Haus vom Nikolaus.



Ich habe mal nachgedacht. Ja, manchmal mache ich so verrückte Sachen. Es ist ja schließlich die Zeit der Besinnlichkeit (lach), da bewegen einen schon mal die grundsätzlichen Fragen des Lebens.

Neben dem ganzen Plätzchen backen, Weihnachtskarten herstellen, Adventskalender füllen, Geschenke besorgen und Weihnachtsbaum entnadeln, bewegen mich jedes Jahr wieder die gleichen Fragen: Wer ist eigentlich dieser Nikolaus? Was hat er mit dem Weihnachtsmann zu tun? Wer sind seine Helfer? Welches ist das bevorzugte Fortbewegungsmittel? Gibt es da einen Ort, an dem die beiden mit dem Christkind, dem Osterhasen, der Zahnfee, dem Sandmann, Knecht Ruprecht und dem Schwarzen Peter zusammenleben? Was macht der Nikolaus/Weihnachtsmann im Sommer (der Nordhalbkugel)? Wieso trägt er in Australien trotzdem einen Mantel, obwohl dort Weihnachten ja auf den Sommer fällt? Bestellt der Weihnachtsmann bei Amazon? Die Sache mit dem Rutschen durch den Kamin, klingt mir auch noch nicht ganz schlüssig.

dasKerzen-/Gewächshaus Größe L in weinrot mit Weihnachtsmann und Baum von Björn Köhler

Der Termin zur Übergabe der Präsente ist ja vorsichtshalber schon gestaffelt worden. So erhalten einige die Geschenke schon am 6. Dezember, andere am 24. Abends oder am 25. früh. Andere widerum erst am 6. Januar. Aus logistischen Gründen hielte ich es trotzdem für durchaus sinnvoll, wenn sich die nationalen Geschenkeverteiler in die Arbeit hineinteilen würden. Praktischerweise könnten dann Santa Claus, Father Christmas, Papa Noel, Sinterklaas, Jultomte, Joulupukki, Väterchen Frost, Samichlaus etc. gemeinsam in eine Wohngemeinschaft ziehen. 

Auf diese Gesamtproblematik habe ich mir mal einen Reim gemacht, denn "Alles was sich reimt ist gut" (Zitat: Pumuckel) :
  
dasRäucherhaus Größe M in rot mit Baum von www.drechslerei.baumann.de


Das Nikolaushaus

Wo ist der Nikolaus zu Haus?
Und ist sein Name wirklich Klaus?
Ja,  keiner weiß es so genau.
Lebt er zusammen mit ‘ner Frau?
Was ich auch nicht sagen kann:
Wohnt nebenan der Weihnachtsmann?
Ob er mit diesem auch verwandt?
Ist das hier jemandem bekannt?

Ein und der selbe ist es gar.
Bestimmt ist die Variante wahr.

Wohnt er bei der Rentierherde,
oder auch unter der Erde,
Schlürft der alte Herr zu Hause,
wirklich gern die braune Brause?
Will er lieber Glühwein trinken?
Mag er Lichter, die grell blinken,
dort am Nordrand unsrer Welt?
Hat er wirklich so viel Geld,
einfach jeden zu beschenken
mit Präsenten zu bedenken?

Ob er eine Homepage hat?
Einen Fernsprechapparat?
Nun, da gibt es viele Fragen,
manches ist dazu zu sagen.

Sicher ist: Er hat ein Haus,
sieht es vielleicht  weinrot aus,
oder aber mausegrau,
hellgelb, schwarz und himmelblau.
oder ist gar reedgedeckt,
ganz bestimmt nicht sehr verdreckt,
denn er hat ja seine Leute,
so etwas, das braucht man heute.

Wichtel, Engel oder Elfen,
irgendwer wird ihm schon helfen.
Geht es in die heiße Phase,
hilft auch mal der Osterhase.
Bei dem Basteln, Hämmern, Löten -
ganz viel Hilfe ist von Nöten.
Auch für das Geschenke Packen,
in den großen Beutel sacken.

Eilig sammeln diese Zwerge,
Spielzeug aus dem „Erzgeberge“.
Denn das ist besonders fein,
Chinazeug - das darf nicht sein.
Einig sind da die Experten,
streben noch nach alten Werten.

Ist es endlich dann soweit,
nach der ganzen Heimlichkeit,
steht Rentier Rudolph schon bereit
zur Fahrt in Lichtgeschwindigkeit.

Immer ist es  wie ein Wunder.
Er bringt Schönes - auch mal  Plunder.
Doch wo kommt er denn nun her?
mit dem Schiff über das Meer?
Seine Heimat: die Türkei –
schaut er dort manchmal vorbei?

Schön ist es ja überall.
Der Nordpol, das wär nicht mein Fall.
Polarkreis hört sich besser an.
Vielleicht lebt dort der  Weihnachtsmann,
wo die Wichtel wohnen wollen,
bei den Feen und den Trollen.
Grönland ist extrem weit weg,
doch bestimmt ein schöner Fleck.

Ja, er ist nicht zu beneiden,
wie soll man sich da entscheiden.
Wahrscheinlich hat der Nikolaus,
mehr als nur das eine Haus.
Immobilien ohne Ende,
auch ein Haus fürs Wochenende.

Mit Knecht Ruprecht und Konsorten,
lebt er an verschied’nen Orten.

Und manchmal wohnt er auch im Zelt.
wenn ihm das auch nicht gefällt.
Auf keinen Fall in nem Palast,
denn der wird zu schnell Balast.
Zu unflexibel wär‘ man hier,
zu protzig - selbst als Hauptquartier.

Es soll doch lieber einfach sein.
Schick und simpel im Design.
Der Nikolaus mag‘s minimal,
Er nimmt den Stift und kein Lineal!
und zieht acht Linien g‘radeaus:

D a s   i s t   d a s   H a u s   v o m   N i k o l a u s.
 

 
 

DAS. IST. DAS. HAUS. VOM. NI. KO. LAUS.

Den Spruch kennt jedes Kind, und eigentlich ist es nur eine mathematische Spielerei, bei der ohne Absetzen des Stiftes ein schlichtes Haus gezeichnet werden soll, ohne dass eine Strecke doppelt durchlaufen werden darf. Dafür soll es 44 Lösungen geben (bei Beginn im Punkt unten links, wenn man es genau nimmt).

Einen weihnachtlichen Aspekt bekommt das Ganze eigentlich erst durch den dreisilbigen Nikolaus, der sich nun mal eben zufällig auf Haus reimt und dessen angeblich direkt nebenan wohnenden Kollegen Weihnachtsmann. Das über der Straß‘ der Osterhas‘ residiert, versteht sich eigentlich von selbst. 


dasNIKOLAUSHAUS von CULTFORM heißt auch die Serie von archetypischen hölzernen Häusern auf Basis einer einzigen simplen Urform – der Quintessenz eines Hauses. Ebenso wie die geometrische Fingerübung ist dies nicht ausschließlich - aber eben auch - eine weihnachtliche Angelegenheit. Die Häuschen sehen während der Festtage und das ganze Jahr über gut aus.

das Räucherhaus M, dasKerzenhaus MS und dasGewächshaus S in weiß und rot und lila.

Wie auch immer - ich hab mal die Schuhe rausgestellt. Wird schon gutgehen.



Beste Nikolausgrüße

Kathleen