Dienstag, 7. November 2017

Design-Adventskalender - ein DIY für Angeber (und ungeduldige Bastelmuffel)

Basteln ist doof

Das ist doch mal der geeignete Anfang für eine DIY-Anleitung!



DIY (Do It Yourself) oder in deutscher Variante TES (Tue Es Selbst) liegt ja so was von im Trend. Und wer liegt da nicht gerne mit - im Trend.


Früher hieß es "Basteln" oder für Angeber Fortgeschrittene "Heimwerken" aber als Schulerprobte mit (zum Glück) polytechnischer Ausbildung, soll heißen, Erfahrung an richtigem Werkzeug und Maschinen, und ehemalige Architekturstudentin, die unzählige Nächte durchgemacht hat, um auf den letzten Drücker Modelle fertig zu bauen, reagiere ich etwas allergisch auf den Bastelbegriff. Ich bin also eine Bastelmuffelin (man beachte und würdige die gendergerechte Bezeichnung), die bei Elternnachmittagen zwechs Lampion- oder Schultütebasteln immer etwas Dringendes vorhat. Deshalb einigen wir uns auf DIY, und wenn es auch nur deshalb ist, um mit im Trend zu liegen und TES sich leider noch nicht wirklich etabliert hat.


Kurze Rede - langer Sinn, oder gar keiner: Ich habe da ein absolutes Angeber-DIY für euch. Ist individuell, macht richtig was her, aber glücklicherweise deutlich weniger Arbeit als das fertige Produkt vermuten lässt. 
 
Weil fertige Adventskalender kaufen nun einmal genau so OUT wie DIY IN ist, machen wir genau das, nämlich einen Adventskalender basteln DIYen.
Unsere Rettung ist - ein Bastelbogen Bausatz!


Hausbox24, der Adventskalender
    
Zur Freude der Minimalisten, also mir, handelt es sich bei dem verwendeten Bausatz um 24 gleiche weiße Häuschen aus Karton. Mit der quadratischen Grundfläche von 6 mal 6 Zentimetern und einer Firsthöhe von 9 Zentimetern, bietet es den perfekten Innenraum für kleine aber nicht nur klitzekleine Kleinigkeiten und Kinkerlitzchen.  Die Öffnung der Häuschen ist praktischerweise an der Unterseite. 

Ebenso praktisch und natürlich rein zufällig entspricht diese Größe auch exakt den Ausmaßen der anderen  M-Häuser aus der Familie der Nikolaushäuschen von CULTFORM. Damit die ganze Deko zusammen mit Kerzenhaus, Räucherhaus, Pyramidenhaus etc. aus einem Guss daher kommen kann.

Adventskalender mit passenden Cultformprodukten

Wenn man die Boxen nicht stellen sondern aufhängen will, ist ein Loch im First extra dafür vorbereitet. Ein Sollfädelloch sozusagen.



Anhand des abgebildeten Netzes ist zu erkennen, dass sechs Klebeflächen mit geeignetem Kleber zu versehen sind. Ich habe Holzleim, Ponal Express, verwendet, das ist ausreichend stark, trocknet transparent und schnell und riecht nicht. Es geht aber auch anderer Bastelkleber. Klebestifte sind zwar praktisch, aber in diesm Fall das Ergebnis nicht haltbar genug. Nach dem  Verleimen sind die Bodenlaschen in möglichst sinnvoller Reihenfolge (siehe Zahlen) zu verschließen. Das gibt auch für den Trockenprozess bessere Stabilität. Gegebenfalls kann das ganze auch noch bis zur Endfestigkeit mit einem Haushaltsgummi, nicht zu straff, fixiert werden.


Für das spätere Aufhängen ist es eventuell empfehlenswert den Faden bereits vor dem Verkleben in besagtem Sollfädeloch anzubringen. Mit etwas Mühe gelingt dies notfalls aber auch im zusammengeklebten Zustand. Aber überflüssige Mühe wollen wir uns ja eigentlich ersparen, nicht wahr? Falls ein dünner Aufhängefaden verwendet wird, hat sich das Anbringen einer kleinen Büroklammer im Knoten auf der Innenseite bewährt, damit auch bei schwerer Füllung des Hauses selbiger Knoten nicht nachrutschen kann.

Nun, das wäre es im Prinzip ja schon. Der absolute Minimalist, also ich, lässt es einfach so. Beklebt die Häuser noch, am einfachsten vor dem Verleimen, mit unseren Helveticazahlen 1-24 oder bringt die Beschriftung auf irgendeine andere Weise an.
Ansonsten sind den Gestaltungsmöglichkeiten natürlich keine Grenzen gesetzt. Man kann es die Kinder bekritzeln lassen oder selbst bemalen und beklecksen, bestempeln, bekleben und beglitzern, belettern und Löcher reinstanzen. Der Karton ist ziemlich stabil und hält einiges aus, sogar einige Nässe, wie sie z.B. Watercoloring mit sich bringt.

selbst gestalten
selbst gestalten Watercolor Aquarell

Man kann also zusätzlich noch einige freiwillige Arbeit investieren. Nicht auszudenken also  man müsste auch noch alle Häuschen einzeln ausschneiden und präzise entlang der Linien falten!

selbst gestalten Courier-Aufkleber

Kurzanleitung

o p t i o n a l mit Zahlen bekleben
o p t i o n a l Bemalen oder anderweitig gestalten
Falten entlang der vorbereiteten Falze
o p t i o n a l Faden anbringen
Kleben 
Bodenlaschen verschließen
a l t e r n a t i v  Anbringen von Aufklebern etc.falls nicht schon vorher erledigt 

fertig 

Na, gut. Reinfüllen könnte man eventuell auch noch etwas. ;) 

Die Zahlen

Das Set bieten wir mit und ohne Zahlenaufkleber 1-24 bieten an, weil es da ja noch so unzählige andere Möglichkeiten gibt, Beschriftung aufzubringen. 

Am anspruchsvollsten ist das Aufkleben der einzeln geschnittenen Helvetica-Buchstaben. Da gehört ein wenig Geschick dazu, diese gerade und harmonisch aufzubringen, auch wenn sie sich zum korrigieren recht leicht auch noch einmal entfernen lassen. Sie sollten mit einem Abstand zum unteren Rand von 2 Zentimetern geklebt werden. Ich empfehle ein ablösbares Klebeband hals Hilfsmittel zur Ausrichtung o.ä. 

Helvetica

Courier

Cultform

Hausbox ohne 24


Für diejenigen, für die das Zusammenkleben von 24 Schachteln immer noch zu viel ist, habe ich eine gute Nachricht. Die Hausboxen kann man auch einzeln erwerben, dann eben als individuelle einzelne Geschenkverpackung für Kleinigkeiten. 
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Donnerstag, 26. Oktober 2017

Minimalismus und Dekoration - (k)ein Widerspruch

Wir leben in aufregenden Zeiten ... und hektischen ... und stressigen.

Gern würden wir manchmal die Pause - Taste drücken, aber der Alltag drängt uns oft voran, der stets Neues von einem abverlangt. Obwohl immer mehr Helfer uns in Haushalt und Büro Dinge abnehmen, müssen wir uns doch auf der anderen Seite um immer mehr Dinge selbst kümmern. Man soll sich informieren, über alles im Bilde sein. Vergangene Generationen hatten andere Probleme, die sicher nicht kleiner waren, aber eben anders. Da ging es manchmal ums nackte Überleben. Der heutige Termindruck zur Steuererklärung, Energieverträgen, Behördenanträgen belasten wohl jeden und das alles zusätzlich zu Haushalt und Beruf.

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Oft gelingt es da nicht, die nötige freie Zeit zu Sport, Entspannung, Meditation und Reflexion zu finden.

Ungeordnetes macht uns nervös, denn zu viele Dinge auf einmal kann das menschliche Gehirn nicht verarbeiten. Dieser Informationsoverload bringt sozusagen den Arbeitsspeicher an die Belastungsgrenze im schlimmsten Fall bis zum Systemabsturz.

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Klare Gestaltung - klare Gedanken

Kein Wunder, dass seit einigen Jahren aus der Sehnsucht nach Struktur und Aufgeräumtheit der Trend zur Einfachheit in Architektur und Einrichtungsgestaltung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bekannte und weniger bekannte Schlagworte sind da Hygge, Cozyliving oder Cocooning, denn wenigstens die Dinge die uns umgeben, sollen eine übersichtliche Struktur haben. Da kann man eben zuerst mit der Einrichtung der Wohnung anfangen.
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Minimalismus ist mein Zauberwort, dass heißt aber nicht, dass man seine veremeintlich überflüssigen Dinge alle zum Fenster hinauswerfen soll, kann man, muss man aber nicht. Entrümpeln ist immer gut, aber da hat jeder sein eigenes Maß und kann seine eigene Geschwindigkeit gehen.


Zuerst sollte man sich fragen, ob man nicht zu viele und/oder zu "aufregende" Einrichtungsgegenstände hat. Ob sie wirklich stimmig zusammenpassen und wie ich etwas mehr Ruhe in meine Umgebung bringen könnte und vielleicht Freiräume gewinnen kann und Klarheit im Sinne von freien Kapazitäten im Kopf.

Der Mensch aber nun mal so ist, dass er es gern gemütlich hat.  

cultform design Räucherhaus Kerzenhauscultform design Stereotypen orange bad

Deshalb geht es darum, sich mit möglichst wenigen, dafür aber gut gestalteten, hochwertigen, Dingen zu umgeben. Gegenständen mit Bedeutung. Das muss gar nicht zwingend teuer sein. So kann ein Erbstück, ein Flohmarktfund oder etwas Selbstgebautes ebenfalls von hohem Wert sein, auch wenn ich keine Unsummen dafür bezahlen musste. Dinge die Inspiration und Bereicherung bieten, die mich wirklich glücklicher machen, weil eine Erinnerung oder besondere Erfahrung damit verbunden ist. Weil ich vielleicht eine Geschichte dazu kenne, eventuell weiß, wer sie hergestellt hat oder wer sie vorher besessen hat.


Denn eine Wohnung soll ja auch Interessen der Bewohner widerspiegeln, Individualität ausdrücken und somit eine Seele haben.




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Nicht ohne Grund empfinde ich nicht selten Studentenwohnungen als angenehme Beispiele. Aus einem Mangel an finanziellen Mitteln wird da improvisiert und dieser Imperfektionismus kann sehr wohltuend sein. Auch Altbauwohnungen oder Lofts sind allgemein eine gute Ausgangsbasis, denn da ist die Leinwand sozusagen schon nicht mehr leer, wenn ich anfange Räume zu gestalten. 



Minimalismus und Dekoration ...
  ... widerspricht sich das nicht?

Eigentlich ist das eine Kernfrage, die hinter der Designphilosophie von Cultform-Design steht. Wie man schon am Slogan  "zeitlos in form" erahnen soll, geht es um wertige Designobjekte mit langer Halbwertszeit, die Geschichten erzählen können und diejenige inspirieren, die diesen Geschichten zuhören. Das gelingt mit reduzierter Formensprache, mit hoher Qualität, mit regionalen und traditionellen Bezügen und manchmal auch mit Witz. 

Wie schon weiter oben beschrieben, schließen ein reduzierter Einrichtungsstil und Dekoration sich keineswegs aus. Wo bliebe da die Individualität? Ausgewählte Objekte, bereichern jede Einrichtung.

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Darüber wäre noch unendlich viel zu schreiben und das werde ich auch vertiefend nach und nach tun. Dafür ist dieser Blog gedacht.  

Produkte: www.cultform-shop.de



Freitag, 20. Oktober 2017

dasLICHTELHAUSEN der Advents-Kranz-Kalender

Was das wohl sein mag?

cultform Adventskranz Adventskalender Baukasten 

Sieht aus wie ein Baukasten wie wir ihn aus Kindertagen kennen, sogar im handgefertigten, gezapften Holzkasten mit Schiebedeckel ...

...und doch ist es auch noch etwas anderes.

http://cultform-shop.de/epages/9af57cc7-4ee2-4041-af24-e4efea2e502f.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/9af57cc7-4ee2-4041-af24-e4efea2e502f/Categories/das_Lichtelhausen

Vier längere Riegel zum Zusammenstecken als Quadrat.

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Vier Kerzenhäuser für Pyramidenkerzen, die man auch einzeln aufstellen kann

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Zusammen sieht das so aus. Mit den Teelichquadern ist es aber auch schön.


Vieleicht sogar mit den passenden Stumpenkerzen? 

Jetzt kommen die Bau(stein)häuschen ins Spiel!


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Aus dem Adventskranz wird ein Adventskalender, denn die 4 mal 6 Häuschen passen genau darauf bis zum 24 Dezember. Am sinnvollsten natürlich Tag für Tag ;).


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Und weil da ja alles noch nicht genug Abwechslung ist, ist auch noch ein Würfelspiel dabei! In der Adventszeit und darüber hinaus nutzbar.



Ein Konzept der Nikolaushausserie von CULTFORM ist, dass es so ziemlich alles bietet, was der moderne Design- und Weihnachtsliebhaber so braucht, und das aus einem Guss, d.h. alles passt automatisch zusammen. Kerzenhaus, Räucherhaus, Pyramide als Kernprodukte aber auch Baumbehang etc. und das auch noch in großer Farbvarianz.

Da fehlte uns immer noch der Adventskranz. In Serie gehen konnte er aber erst dieses Jahr. Und hier ist er nun, natürlich handgefertigt im traditionsreichen Erzgebirge. Die Kerzenhäuser Größe M, die Teelichtquader (beides auch einzeln und in anderen Farben im Shop erhältlich) sowie die Kranzteile sind aus Fichtenholz, die 24 Adventshäuschen S aus Buche. Auch Bau(stein)häuschen haben wir übrigens in mehreren Varianten im Shop.







Samstag, 28. März 2015

Ei fein ein Ei.


Selbst die begriffsstutzige Veronika hat es längst bemerkt, dass der Lenz da ist, weil die Mädchen unüberhörbar "Tralala" singen.

Nachdem des Frühlings holder belebender Duft Strom und Bäche vom ohnehin spärlichen Eise befreit hat, ist es nun definitiv an der Zeit, das Ende des Winters auszurufen: 

EEEEEndeeeeee! 

Reicht. Schluss. Aus. Finito. Tschüssi.
 
Alle Vögel sind noch nicht da. Sollte aus diesem Ei auch so ein feiner Piepmatz schlüpfen?

Manch einer denkt vielleicht bei Frühjahr an Frühjahrsputz, Frühjahrsmüdigkeit, Frühjahrsgutachten und die ebenso lästige wie überflüssige Zeitumstellung. Doch nicht so negativ!


Zugegeben, er ist ein eigenartiger Zustand. Während die Skiläufer und -springer sich im TV dieser Tage durch die letzten Wettbewerbe der Saison quälen, und das doch so recht eigentlich kaum einer noch sehen will, dominieren sie unverbindlichen Verkaufsempfehlungen der Discounter und Kataloganbieter bereits seit Anfang Januar die Primeln und Narzissen, die Garten- und Trimmdichgeräte, die Terrassenloungesitzgruppen und Grillutensilien, die leichte Ober- und Unterbekleidung sowie sämtliches Fahrad- und Diätzubehör. Die Osterhasen stehen sich schon ebenso lange die Füße in den Auslagen der Geschäfte platt. Man trinkt den ersten Kaffee auf Balkonien und schmatzt die erste Grillwurst auf Terrassien obwohl man früh noch die Frontscheiben freikratzen musste. Das Cabriodach wird das erste Mal geöffnet, obwohl der Wagen noch untenrum auf den Winterrädern rollt. Doch die hiesige Sommerzeit ist kurz und deren wettermäßige Qualität ungewiss, so muss man jeden Tag nutzen.
 
Die Tage sind länger. Das Herz lechzt nach frischen Farben, nach Licht und Luft und nach Bewegung. Alles könnte so wunderbar sein - doch Achtung !!!!
 
Ostern naht und damit der nächste Stress, denn Ostern ist der kleine Bruder von Weihnachten.


 
Was könnte man da nicht alles vorbereiten und planen: Verwandtenbesuche, lustige Möhrenkuchen backen, Ostergeschenke basteln oder wenigstens besorgen, Ostergeschenke verpacken, Ostergeschenke verteilen, Ostergeschenke verstecken, Ostergras aussähen, Ostergras gießen, Bude dekorieren, Eier ausblasen, Eier färben, Eier bemalen, Eier aufhängen, Eier verstecken, Eier suchen, Eier finden, Eier essen, Eierlaufen, Bude umdekorieren, Ausflüge organisieren, Ostergras mähen, Osterlieder singen (Hä?), Osterhasenservietten falten, Bude noch mal umdekorieren. (Also das war einmal Bude dekorieren zu viel. Das müssen wir leider abziehen, würde die Dalli-Dalli-Jury sagen.)

Wer ABC sagt ...