Donnerstag, 26. Oktober 2017

Minimalismus und Dekoration - (k)ein Widerspruch

Wir leben in aufregenden Zeiten ... und hektischen ... und stressigen.

Gern würden wir manchmal die Pause - Taste drücken, aber der Alltag drängt uns oft voran, der stets Neues von einem abverlangt. Obwohl immer mehr Helfer uns in Haushalt und Büro Dinge abnehmen, müssen wir uns doch auf der anderen Seite um immer mehr Dinge selbst kümmern. Man soll sich informieren, über alles im Bilde sein. Vergangene Generationen hatten andere Probleme, die sicher nicht kleiner waren, aber eben anders. Da ging es manchmal ums nackte Überleben. Der heutige Termindruck zur Steuererklärung, Energieverträgen, Behördenanträgen belasten wohl jeden und das alles zusätzlich zu Haushalt und Beruf.

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Oft gelingt es da nicht, die nötige freie Zeit zu Sport, Entspannung, Meditation und Reflexion zu finden.

Ungeordnetes macht uns nervös, denn zu viele Dinge auf einmal kann das menschliche Gehirn nicht verarbeiten. Dieser Informationsoverload bringt sozusagen den Arbeitsspeicher an die Belastungsgrenze im schlimmsten Fall bis zum Systemabsturz.

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Klare Gestaltung - klare Gedanken

Kein Wunder, dass seit einigen Jahren aus der Sehnsucht nach Struktur und Aufgeräumtheit der Trend zur Einfachheit in Architektur und Einrichtungsgestaltung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bekannte und weniger bekannte Schlagworte sind da Hygge, Cozyliving oder Cocooning, denn wenigstens die Dinge die uns umgeben, sollen eine übersichtliche Struktur haben. Da kann man eben zuerst mit der Einrichtung der Wohnung anfangen.
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Minimalismus ist mein Zauberwort, dass heißt aber nicht, dass man seine veremeintlich überflüssigen Dinge alle zum Fenster hinauswerfen soll, kann man, muss man aber nicht. Entrümpeln ist immer gut, aber da hat jeder sein eigenes Maß und kann seine eigene Geschwindigkeit gehen.


Zuerst sollte man sich fragen, ob man nicht zu viele und/oder zu "aufregende" Einrichtungsgegenstände hat. Ob sie wirklich stimmig zusammenpassen und wie ich etwas mehr Ruhe in meine Umgebung bringen könnte und vielleicht Freiräume gewinnen kann und Klarheit im Sinne von freien Kapazitäten im Kopf.

Der Mensch aber nun mal so ist, dass er es gern gemütlich hat.  

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Deshalb geht es darum, sich mit möglichst wenigen, dafür aber gut gestalteten, hochwertigen, Dingen zu umgeben. Gegenständen mit Bedeutung. Das muss gar nicht zwingend teuer sein. So kann ein Erbstück, ein Flohmarktfund oder etwas Selbstgebautes ebenfalls von hohem Wert sein, auch wenn ich keine Unsummen dafür bezahlen musste. Dinge die Inspiration und Bereicherung bieten, die mich wirklich glücklicher machen, weil eine Erinnerung oder besondere Erfahrung damit verbunden ist. Weil ich vielleicht eine Geschichte dazu kenne, eventuell weiß, wer sie hergestellt hat oder wer sie vorher besessen hat.


Denn eine Wohnung soll ja auch Interessen der Bewohner widerspiegeln, Individualität ausdrücken und somit eine Seele haben.




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Nicht ohne Grund empfinde ich nicht selten Studentenwohnungen als angenehme Beispiele. Aus einem Mangel an finanziellen Mitteln wird da improvisiert und dieser Imperfektionismus kann sehr wohltuend sein. Auch Altbauwohnungen oder Lofts sind allgemein eine gute Ausgangsbasis, denn da ist die Leinwand sozusagen schon nicht mehr leer, wenn ich anfange Räume zu gestalten. 



Minimalismus und Dekoration ...
  ... widerspricht sich das nicht?

Eigentlich ist das eine Kernfrage, die hinter der Designphilosophie von Cultform-Design steht. Wie man schon am Slogan  "zeitlos in form" erahnen soll, geht es um wertige Designobjekte mit langer Halbwertszeit, die Geschichten erzählen können und diejenige inspirieren, die diesen Geschichten zuhören. Das gelingt mit reduzierter Formensprache, mit hoher Qualität, mit regionalen und traditionellen Bezügen und manchmal auch mit Witz. 

Wie schon weiter oben beschrieben, schließen ein reduzierter Einrichtungsstil und Dekoration sich keineswegs aus. Wo bliebe da die Individualität? Ausgewählte Objekte, bereichern jede Einrichtung.

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Darüber wäre noch unendlich viel zu schreiben und das werde ich auch vertiefend nach und nach tun. Dafür ist dieser Blog gedacht.  

Produkte: www.cultform-shop.de



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